Revision der Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche

Die Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche wurden 2011 erarbeitet und 2015 revidiert. Nun müssen diese Lehrpläne erneut revidiert werden, um den Herausforderungen der technologischen Entwicklung für die Berufsbildungsverantwortlichen besser gerecht zu werden. Die Revision soll auf diese Herausforderungen eingehen und dabei wissenschaftlichen und technologischen Trends, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen sowie der praktischen Erfahrung der Beteiligten Rechnung tragen.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat vom Bundesrat den Auftrag erhalten, die digitalen Kompetenzen der Berufsbildungsverantwortlichen zu fördern. Das SBFI sieht darin eine Gelegenheit, um die entsprechenden Rahmenlehrpläne zu aktualisieren. Seit 2015 wurden zahlreiche Bildungsgänge eröffnet. Vor allem anhand der Aufsichtsprozesse konnte die Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung dieser Pläne mit der Praxis der Bildungsinstitutionen und der Lernenden überprüft werden. Diese Praxis hat sich aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Ausbildung, der Pädagogik und den neuen digitalen didaktischen Instrumenten gewandelt.

Träger Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Kontakt Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Ingrid Portner
+41 58 464 48 65
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Projektziel

Projektziel ist eine Revision im Sinne einer Vereinfachung und einer Anpassung an die neuen Herausforderungen und die Bedürfnisse der Praxis. Die im Berufsbildungsgesetz und in der Berufsbildungsverordnung vorgesehenen Grundsätze müssen zwingend beibehalten werden. Zu revidieren sind die Bildungsgänge, die Ziele und die Standards. Eine solche Revision bietet auch die Gelegenheit, den aktuellen Stand und die Entwicklungen im Bereich Berufspädagogik und Fachdidaktik zu präzisieren und die Technologien und Überlegungen rund um die Digitalisierung aufzunehmen, um mehr Effizienz und eine bessere Abstimmung auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes zu erreichen. Der Einbezug der beteiligten Akteure ist ein wesentliches Element des Projekts.

Projektstand

  • Phase I (2018–2019): Vorbereitung

    Die Phase I des Projekts wurde am 5. November 2019 mit der Sitzung des Steuergremiums «Berufsbildung 2030» abgeschlossen, an der die Stossrichtungen und die Planung vorgestellt wurden.

    Etappen

    • Überlegungen und Hypothesen
    • Konsultation der Beteiligten
    • Festlegen der Stossrichtungen
  • Phase II (2020–2021): Analyse der Leitlinien

    Die Phase II wurde am 25. Januar 2022 abgeschlossen, nach der Präsentation zum Stand der Arbeiten vor der TBBK, bei der die wichtigsten Leitlinien des Revisionsprojekts vorgestellt wurden. Diese Leitlinien lauten wie folgt:

    • Bildungsgänge können zusammengelegt werden, beispielsweise jene für die nebenberufliche und die hauptberufliche Tätigkeit.
    • Die sieben Ziele können beibehalten werden, deren Begrifflichkeit muss jedoch angepasst werden.
    • Die RLP müssen die Empfehlungen zur Digitalisierung berücksichtigen, und zwar bei der Festlegung der Lernstunden, in Bezug auf die Infrastrukturen und bei der Lehrkräfteausbildung.

    Etappen

    • ArbeEtappeitsgruppe «Bildungsgänge und Standards»
    • Studie zum Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen bei der Anerkennung von Bildungsgängen an höheren Fachschulen und berufspädagogischen Bildungsgängen, erarbeitet von der PH ZH und dem EHB
    • Vorschläge zur Zusammenlegung von Bildungsgängen von Fredi Schneider, Experte für Anerkennungs- und Aufsichtsverfahren
  • Phase III (2022–2024): Redaktion

    Die Phase III beginnt im Sommer 2022 mit der Vorbereitung eines externen Mandats an ein Büro, das für die Redaktion der einzelnen Punkte des Rahmenlehrplans zuständig ist. Dabei werden fünf Themen behandelt:

    • der allgemeine Teil der Rahmenlehrpläne: Ziele und Standards, Digitalisierung;
    • die 11 Bildungsgänge;
    • die Bildungsgänge mit Bezug zu den SVEB-Modulen;
    • die Passerellen und die Anerkennung;
    • die Integration des kantonalen Bildungsgangs für Berufsbildner/innen.

    Etappen

    • Mandat an ein Büro für die Redaktion
    • Zusammenarbeit mit einer Grundinstanz aus Vertretenden der pädagogischen Hochschulen ZH, SG, LU, EHB
    • Bildung von Expertengruppen aus Vertretenden der Verbundpartner
    • Anpassungen des Rechtsrahmens (wenn nötig)

    Die Grundinstanz wird sämtliche Redaktionsarbeiten begleiten und die Expertengruppen werden regelmässig konsultiert.

Weiterführende Dokumente und Links

Berufsbildungsverantwortliche
Rahmenlehrpläne 
Weiteführende Informationen des SBFI zum Projekt

Eine verbundpartnerschaftliche Initiative zur Weiterentwicklung der Berufsbildung