Erwartungen an die Bildungsgefässe erheben

Das Schweizer Berufsbildungssystem ist gut ausgebaut und verfügt über eine Reihe von Bildungsgefässen mit unterschiedlichen Profilen. Im Rahmen des Projekts «Erwartungen an die Bildungsgefässe erheben» geht es darum, vor dem Hintergrund des lebenslangen Lernens die Profile verbundpartnerschaftlich zu diskutieren und so den Grundstein für ein besseres Verständnis der Profile und Regelungsmechanismen zu schaffen.

Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen bei der Anerkennung von Bildungsgängen

Digitale Lehr- und Lernformen eröffnen neue Chancen für die Berufsbildung, aber erfüllen sie auch die rechtlichen und qualitativen Vorgaben? Das SBFI als Anerkennungsinstanz von verschiedenen Bildungsgängen lässt entsprechende Grundlagen in einem externen Mandat durch das EHB und die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZ) erarbeiten. Die Studie fokussiert auf Bildungsgänge an höheren Fachschulen (HF) und berufspädagogische Bildungsgänge.

Anrechnung von Bildungsleistungen in der höheren Berufsbildung: Bildungsgänge HF

Die Anrechnung von bereits erworbenen Bildungsleistungen ist eine Voraussetzung für lebenslanges Lernen und ein durchlässiges Bildungssystem. Damit Bewerber/innen überall die gleichen Bedingungen vorfinden, sollte die Anrechnung seitens Bildungsanbieter einheitlich erfolgen. Das Projekt hat zum Ziel, die Anrechnungspraxis im Bereich höhere Fachschulen zu untersuchen und Empfehlungen zu erarbeiten.

Orientierungshilfe digitale Transformation in der beruflichen Grundbildung

Die digitale Transformation beeinflusst alle Lebensbereiche. Auch die beruflichen Grundbildungen sind von der digitalen Transformation betroffen. Die Trägerschaften berücksichtigen die Ansprüche der digitalen Transformation in der Berufsentwicklung. Mit einer Orientierungshilfe entsteht ein Werkzeug für die Trägerschaften, um die benötigten digitalen Kompetenzen zu erkennen.

Kostenlose Standortbestimmung, Potenzialabklärung und Laufbahnberatung für Erwachsene über 40 Jahre

Die Arbeitswelt wandelt sich rasch. Wer auf dem Stellenmarkt konkurrenzfähig bleiben will, muss die eigene Laufbahn aktiv gestalten – etwa durch regelmässige Standortbestimmungen. Eine zentrale Anlaufstelle dafür sind die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen (BSLB). Da Erwachsene bisher nicht im Fokus der BSLB standen, ist das Angebot in den Kantonen in unterschiedlichem Masse auf die Zielgruppe der älteren Arbeitnehmenden zugeschnitten. Erwachsene über 40 Jahre nehmen nur selten Standortbestimmungsangebote in Anspruch, obwohl dies mit zunehmendem Alter besonders wichtig wäre. Deshalb soll das Angebot für diese Zielgruppe gezielt ausgebaut und kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

anforderungsprofile.ch: schulische Instrumente für die Berufswahl und -vorbereitung

Das Projekt «anforderungsprofile.ch: schulische Instrumente für die Berufswahl und -vorbereitung» positioniert sich an der Schnittstelle zwischen den bestehenden Anforderungsprofile, ein Instrument zur Standortbestimmung der Schülerinnen und Schüler, und den Kompetenzen der obligatorischen Schule. Durch spezifische Aufgaben, die flächendeckend zur Verfügung gestellt werden, leistet das Projekt einen Beitrag zur Anschlussfähigkeit von der obligatorischen Schule zur Sekundarstufe II.

Stärkung der interkantonalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung

Die Stärkung der interkantonalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung ist wichtig für eine einheitliche und effiziente Umsetzung durch die Kantone. Einheitliche Abläufe tragen zu mehr Effizienz bei, vereinfachen die Steuerung und ermöglichen die Nutzung von Synergien.

Indirekte Bildungskosten Berufsabschluss für Erwachsene – kantonale Stipendien und Darlehen

Erwachsene in einer beruflichen Grundbildung haben aufgrund ihrer Lebenssituation grössere Schwierigkeiten zur Finanzierung von indirekten Bildungskosten (Lohnausfall, niedriger Lehrlingslohn) als Jugendliche. Deshalb wird geprüft, wie sich die Kantone an diesen indirekten Bildungskosten beteiligen können.

Kantonale Instrumente für die Anrechnung von Bildungsleistungen

Die Kantone entwickeln – gestützt auf den «Leitfaden Anrechnung von Bildungsleistungen in der beruflichen Grundbildung» – konkrete und wo nötig überkantonale Instrumente und Prozesse zur Anrechnung von Bildungsleistungen bei Erwachsenen.

Lehrvertrag für Erwachsene

Das Lehrvertragsformular in der beruflichen Grundbildung ist auf Jugendliche zugeschnitten und berücksichtigt potentiell wichtige Elemente für die Erwachsenen nicht. Deshalb wird geprüft, ob spezifische Informationen, die Erwachsenen betreffen, in Form eines standardisierten Zusatzes zum Lehrvertrag festgehalten werden können.

Direkte Bildungskosten Berufsabschluss für Erwachsene – Anpassung der Berufsfachschulvereinbarung (BFSV)

Bisher kamen Erwachsene in der beruflichen Grundbildung ohne Lehrvertrag mangels eindeutiger Regelung für die Finanzierung der direkten Bildungskosten teilweise selbst auf. Seit dem 26. Oktober 2018 ist die Kostenübernahme der direkten Bildungskosten durch den Wohnsitzkanton in einem Anhang zum BFSV geregelt. 2021 lanciert die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK ein Monitoring zur Umsetzung in den Kantonen.

Erwachsenengerechte Angebote der beruflichen Grundbildung

Für Erwachsene bieten sich Erwachsenenklassen als Form des erwachsenengerechten Unterrichts in der beruflichen Grundbildung an. Der Überblick zu den Angeboten und der Anzahl betroffener Erwachsener ist für die Bildung solcher, auch überkantonal angebotenen Klassen, wichtig. Eine interkantonale Plattform kann hier Abhilfe schaffen.

Modelle der Flexibilisierung für die Berufsbildung

Die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK erarbeitet ein Flexibilisierungsmodell für die schulische Bildung. Darin werden die Berufskenntnisse aufgeteilt in berufliche Kernkompetenzen, welche die Identität des Berufes ausmachen sowie in spezifische Handlungskompetenzen, welche in der Verantwortung der Organisationen der Arbeitswelt autonom, rasch und flexibel den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarkts anpasst werden können.

Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung für Erwachsene

Erwachsene Kandidatinnen und Kandidaten in der beruflichen Grundbildung mit angenommen gleicher Voraussetzung/Vorbildung in der Allgemeinbildung erhalten je nach Kanton unterschiedliche Entscheide für die anrechenbare allgemeine Vorbildung. Dies ist ein unbefriedigender Zustand. Hier setzt das Projekt an.

Optimierung der Datenflüsse: Programm «optima»

Das Programm optima schafft einen Rahmen für die Vereinfachung der Abläufe und den Austausch von Daten zwischen den Akteuren der Berufsbildung.

Entwicklung einer nationalen Strategie für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) unterstützt den Berufs- und Studienwahlprozess von Jugendlichen und ist eine Anlaufstelle für Erwachsene bei allen Fragen der Gestaltung der beruflichen Laufbahn. Eine Strategie BSLB bildet die Basis für eine moderne und zukunftsgerichtete BSLB in den Kantonen und auf nationaler Ebene.

Allgemeinbildung 2030

Mit dem Projekt «Allgemeinbildung 2030» soll die Allgemeinbildung der beruflichen Grundbildung auf die künftigen Anforderungen ausgerichtet werden. Vor dem Hintergrund der Megatrends wie der Digitalisierung oder der Internationalisierung von Arbeitsbeziehungen wird der allgemeinbildende Unterricht auf die Erfordernisse von morgen überprüft und weiterentwickelt.

Beschleunigung der Zusammenarbeit bei der Berufsentwicklung

Die Organisationen der Arbeitswelt müssen die Möglichkeit haben, ihre Ausbildungsinhalte rasch der dynamischen Entwicklung des wirtschaftlichen oder technologischen Umfelds anzupassen. Um die Prozesse zu beschleunigen, müssen Grundsätze festgelegt werden, die einen reibungslosen Ablauf der Revisionsprozesse garantieren. Dazu gehören beispielsweise eine sorgfältige Planung und eine formelle Verpflichtung der verschiedenen Partner, diese Planung einzuhalten.

Revision der Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche

Die Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche wurden 2011 erarbeitet und 2015 revidiert. Nun müssen diese Lehrpläne erneut revidiert werden, um den Herausforderungen der technologischen Entwicklung für die Berufsbildungsverantwortlichen besser gerecht zu werden. Die Revision soll auf diese Herausforderungen eingehen und dabei wissenschaftlichen und technologischen Trends, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen sowie der praktischen Erfahrung der Beteiligten Rechnung tragen.

Positionierung der höheren Fachschulen

Im Rahmen des Projekts wird das System der höheren Fachschulen hinsichtlich ihrer nationalen und internationalen Positionierung ganzheitlich überprüft. Dabei soll das spezifische Qualitätsmerkmal der Arbeitsmarktorientierung erhalten und weiter gestärkt werden.

Optimieren der Governance

Das Projekt analysiert die Governance der Schweizer Berufsbildung. Wenn sich aus der Analyse Handlungsbedarf ergibt, werden entsprechende Massnahmen erarbeitet und umgesetzt.

Mobilisierung von Unternehmen für den Berufsabschluss für Erwachsene

Das Projekt hat zum Ziel, Unternehmen gezielter über die Möglichkeit eines Berufsabschlusses für Erwachsene zu informieren. Auch sollen die Unternehmen für ihre zentrale Rolle bei der Ausbildung von Erwachsenen sensibilisiert werden.

Lancierung des Leitfadens zur Anrechnung von Bildungsleistungen in der beruflichen Grundbildung

Der rasche Wandel der Arbeitswelt erfordert, dass Erwachsene effizient zu einem Berufsabschluss gelangen können. Die rechtlichen Grundlagen zur Anrechnung von Bildungsleistungen sind vorhanden, die Umsetzung des rechtlichen Auftrags geschieht jedoch noch lückenhaft. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat deshalb in einem verbundpartnerschaftlichen Projekt einen Leitfaden zur Anrechnung von Bildungsleistungen entwickelt. Im Projekt «Lancierung des Leitfadens zur Anrechnung von Bildungsleistungen in der beruflichen Grundbildung» soll dieses Instrument nun im Feld implementiert werden.

digitalinform.swiss

Die Initiative «digitalinform.swiss» unterstützt alle Akteure der Berufsbildung bedarfsorientiert, damit diese die Chancen des digitalen Wandels ausschöpfen können. Die Initiative wird im Rahmen der bestehenden Projektförderstrukturen des Bundes betrieben, ergänzt mit Aktivitäten zum Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Akteuren. Ziel ist es, Vorhandenes sichtbar zu machen und die Akteure untereinander besser zu vernetzen.

Bürokratieabbau in den Lehrbetrieben

Im Rahmen des Projekts gilt es, Potenziale einer Reduktion der administrativen Belastung in den Lehrbetrieben zu orten und anhand einer Vertiefungsstudie Lösungsansätze zu identifizieren.

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Einsteinstrasse 2
CH-3003 Bern

Eine verbundpartnerschaftliche Initiative zur Weiterentwicklung der Berufsbildung