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Weiterentwicklung der Berufsmaturität

Weiterentwicklung der Berufsmaturität

Am Spitzentreffen der Berufsbildung 2025 wurde vereinbart, dass die Berufsmaturität gestärkt wird, damit sie auch in Zukunft zur Durchlässigkeit im Bildungssystem beiträgt und eine attraktive Bildungsoption für Leistungsstarke bildet. Die Stärkung der Berufsmaturität erfolgt aus einer Gesamtbetrachtung unter Berücksichtigung der höheren Berufsbildung.

Derzeit stehen nur begrenzte evidenzbasierte Grundlagen zur Verfügung. Es braucht daher eine solide Datengrundlage zu den Ursachen der Berufsmaturitätsquote. In der ergebnisoffenen, durchzuführenden Analyse sollen neben den statistischen Zahlen auch die Bedürfnisse und Herausforderungen von Jugendlichen, Betrieben, Kantonen, Trägerschaften sowie weiteren Akteuren erfasst werden. Um diese systemisch, inhaltlich und aus der Umsetzungsperspektive komplexe Thematik zu adressieren, hat sich das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) für ein sequenzielles Vorgehen entschieden und das Projekt in vier aufeinanderfolgende Phasen gegliedert.


Projektziel

Ziel des vierphasigen Projekts ist es, auf der Basis quantitativer und qualitativer Analysen einen umfassenden Überblick über die Berufsmaturität zu erarbeiten und zentrale steuerungsrelevante Ansatzpunkte für deren Weiterentwicklung zu identifizieren (Phase 1 Auslegeordnung). Auf dieser Grundlage sind ein oder mehrere konzeptionelle Vorschläge zu entwickeln (Phase 2 Konzeptphase). Der ausgewählte Konzeptvorschlag wird anschliessend auf seine Umsetzbarkeit geprüft (Phase 3 Prüfung der Umsetzbarkeit), bevor er umgesetzt und eingeführt wird (Phase 4 Einführung).

Projektstand

Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase.

Die Analysegegenstände sowie die Leitfragen auf System-, Arbeitsmarkt-, Anspruchsgruppen-, Umsetzungs- und Abnehmerschulebene wurden definiert und bilden die Grundlage für die erste Projektphase.

Auf dieser Basis erfolgt aktuell die Auswahl der operativen Projektleitung für die erste Projektphase im Rahmen eines Offertenvergleichs. Parallel dazu wurden die Verbundpartner sowie swissuniversities eingeladen, Vertretungen in eine Begleitgruppe zu delegieren.

Das Projekt startet offiziell mit der Mandatsvergabe Mitte Juni 2026. Aufgrund der Komplexität der in der ersten Projektphase durchzuführenden Analysen, die einen Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Ansätzen erfordern, dauert diese Phase voraussichtlich bis Herbst 2028.

Meilensteine der ersten Projektphase gemäss aktueller Planung:

  • Erarbeitung des Detailkonzepts (u.a. Erhebungs-, Befragungs- und Rekrutierungsstrategie) durch den Mandatnehmer: bis September 2026
  • Erarbeitung der Fragenkataloge für die Interviews der Anspruchsgruppen (2026)
  • Durchführung der quantitativen und qualitativen Erhebungen (2027)
  • Publikation des Schlussberichts (2028)

Phase 2 startet im Anschluss an die Publikation des Schlussberichts.

Weiterführende Informationen

Träger

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI